Gaspreise unterliegen starken geopolitischen Schwankungen und werden zusätzlich durch die steigende CO₂-Bepreisung verteuert. Ein wesentlicher, häufig unterschätzter Faktor sind jedoch die Kosten für die Gasnetzinfrastruktur. Mit zunehmender Dekarbonisierung und sinkender Zahl an Gaskunden müssen fixe Netz- und Instandhaltungskosten auf immer weniger Abnehmer verteilt werden. Das kann langfristig zu steigenden Netzentgelten führen und stellt eine zentrale wirtschaftliche Variable für die Zukunft von Gasheizungen dar.
Strompreise sind ebenfalls volatil, profitieren jedoch zunehmend vom Ausbau erneuerbarer Energien und der politischen Elektrifizierungsstrategie. Während fossiles Gas strukturell durch CO₂-Kosten und Infrastrukturkosten belastet wird, ist Strom langfristig stärker auf ein erneuerbares System ausgerichtet.
In unseren Wirtschaftlichkeitsberechnungen arbeiten wir aktuell mit einer konservativen Annahme von 5 % jährlicher Gaspreissteigerung und 2 % jährlicher Strompreissteigerung. Diese Annahmen dienen als Planungsgrundlage, um Investitionsentscheidungen realistisch und risikobewusst zu bewerten.