Eine Hybridlösung (Wärmepumpe + Gas) ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine reine Wärmepumpenlösung technisch, baulich oder wirtschaftlich aktuell nicht optimal umsetzbar ist.
Das kann der Fall sein bei: sehr hoher Heizlast (z. B. > 60 kW), dauerhaft hohen Vorlauftemperaturen, unsanierten Gebäuden, insbesondere ohne nachträgliche Dach- oder Fassadensanierung, begrenzter elektrischer Anschlussleistung, sehr kalten Klimaregionen. Auch bauliche Einschränkungen können eine Rolle spielen, z. B. wenn nicht genügend Platz für die erforderliche Anzahl an Wärmepumpen vorhanden ist oder Schallschutzanforderungen eine Vollbelegung erschweren.
Wirtschaftlich kann eine Hybridlösung sinnvoll sein, wenn in den letzten Jahren bereits eine neue Gas-Brennwertanlage installiert wurde und die bestehende Investition weiter genutzt werden soll.
In diesen Fällen übernimmt die Wärmepumpe die Grundlast, während die Gasheizung die Spitzenlast abdeckt. Hybridlösungen sind häufig eine Übergangslösung, wenn eine vollständige Umstellung auf Wärmepumpe derzeit noch nicht darstellbar ist.